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Prozessoptimierung
Wo geht in Ihrer Produktion die Zeit verloren?
Wartezeiten, Suchzeiten, Koordinationsschleifen. Die meisten Betriebe ahnen, dass da etwas nicht stimmt, aber niemand kennt die Zahl. Wir messen sie nach REFA, statistisch bis zu 98,5 % abgesichert. 2018 kamen in Industriebetrieben auf diese Weise bis zu 15 % ungenutzte Personalressourcen heraus.
01, Messen
Prozessanalyse nach REFA: erst der Ist-Zustand, dann die Meinung
In jedem Betrieb gibt es Vermutungen darüber, wo die Zeit verloren geht. Meist liegen sie daneben. Deshalb fangen wir mit einer Messung an, nicht mit einem Workshop.
Wir erfassen Ihre Arbeitsabläufe nach REFA und dokumentieren Verteilzeiten und Ablaufstörungen. Multimomentstudien und Zeitaufnahmen zeigen vorhandene Kapazitäten, Defizite und die Belastung einzelner Arbeitsplätze. Am Ende steht eine Zahl, über die sich sachlich diskutieren lässt.
| Instrument | Was es zeigt |
|---|---|
| Multimomentstudie | Stichprobenverfahren über den gesamten Arbeitstag. Zeigt Kapazitäten, Defizite und die tatsächliche Verteilung der Tätigkeiten, statistisch bis zu 98,5 % abgesichert. |
| Zeitaufnahme | Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder eines geschlossenen Prozessablaufs. Für einen kompletten Artikelprozess sind meist mehrere Aufnahmen nötig. |
| Personifizierte Studie | Bildet sämtliche Tätigkeiten eines Mitarbeiters über den Arbeitstag ab und liefert die Qualifizierungsanforderungen an die Arbeitsstelle. |
| Kanban-Prüfung | Prüfung des Lagerbestandssystems, Optimierungsansätze für Mindestbestände und ein dezentrales Bestellwesen. |
Aufgenommen wird mit dem System Multidata der Firma Drigus.
02, Gestalten
Was aus den Zahlen folgt
Aus der Messung leiten wir ab, welche Bereiche neu strukturiert werden. Dazu kommen standardisierte Interviews mit Ihren Mitarbeitern, denn die besten Ansätze kommen fast immer von den Leuten, die den Ablauf täglich machen.
„Auch bei der Prozessoptimierung verfolgen wir einen menschenzentrierten Ansatz und blicken über eine rein zahlenmäßige Verbesserung der Produktivität hinaus.“
- Kürzere Rüstzeiten nach SMED. Interne und externe Rüstvorgänge werden getrennt, klar zugeordnet und standardisiert.
- Niedrigere Personalkosten ohne Stellenabbau. Über Sollvorgaben, klare Zuordnung von Aufgaben zu Arbeitsplätzen und eine bessere Arbeitsvorbereitung.
- Verlässlichere Produktionsplanung mit PPS. Feste Durchlaufzeiten und eine bessere Vorhersage künftiger Aufträge auf statistischer Basis.
- Materialbedarfsplanung. Jeder Rohstoff zur richtigen Zeit am richtigen Ort, in der benötigten Qualität.
03, Festlegen
Vorgaben, die Ihre Leute halten können
Ohne Sollwerte lässt sich weder kalkulieren noch führen. Wir entwickeln sie aus Multimomentstudien und Zeitaufnahmen nach REFA, statistisch rund 95 % abgesichert. Bezugsgröße ist die Normalleistung eines Mitarbeiters, also nicht die Spitzenleistung an einem guten Tag.
| Sollvorgabe | Mindestanforderung je Arbeitsschritt bis zum fertigen Produkt. Grundlage für belastbare Kalkulation und Produktionsplanung. |
| Bandbesetzung | Wie viele Leute an welcher Station stehen sollten, abgeleitet aus den ermittelten Sollwerten. |
| GAE / OEE | Gesamtanlageneffektivität je Linie, für den laufenden Soll-Ist-Abgleich. Sinnvoll ab einer gewissen Betriebsgröße. |
| Werkverträge | Bewertung aller Arbeitsprozesse eines Gewerks, damit der Preis zwischen den Vertragspartnern nachvollziehbar ist. |
04, Steuern
Damit es nicht zurückfällt
Sechs Monate nach einem Projekt sieht man, ob es getragen hat. Controlling sorgt dafür, dass Abweichungen auffallen, bevor sie im Jahresabschluss stehen. Wir analysieren Ihre Kosten über Gewinn- und Verlustrechnung, Betriebsabrechnungsbogen und Bilanz und beziffern das Einsparpotenzial.
Größere Abweichungen gehen in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess nach Kaizen: weniger Störfälle und Störzeiten, dazu Weiterbildung, ein betriebliches Vorschlagswesen und die Begleitung der Veränderung.
Was Sie behalten
Alle Berechnungen zur Kosten- und Leistungsrechnung bekommen Sie als Excel-Dateien, die Sie nach Projektende weiter nutzen. Enthalten sind Vollkostenkalkulation sowie Kapazitäts-, Umsatz- und Liquiditätsplanung.
Wenn die Abläufe stimmen, das Ergebnis aber trotzdem nicht, hilft der Blick auf die Betriebswirtschaft. Und standardisierte Abläufe sind die Voraussetzung für ein QM-System, das im Alltag hält.
Häufige Fragen
Was Betriebe vorher wissen wollen
Stört so eine Aufnahme den laufenden Betrieb?
Nein. Die Multimomentstudie ist ein Stichprobenverfahren: Wir beobachten und notieren, es wird nichts angehalten und nichts umgestellt. Auch die Zeitaufnahmen laufen im normalen Betrieb mit.
Wie reagieren die Mitarbeiter darauf?
Skeptisch, solange unklar ist, was gemessen wird. Deshalb erklären wir das Verfahren vorher im Team und ergänzen die Studie durch standardisierte Interviews. Bewertet wird der Ablauf, nicht die Person.
Lohnt sich das für einen Betrieb mit 15 Mitarbeitern?
Ja, in kleinerem Umfang. Bei 15 Mitarbeitern liegt der Schwerpunkt auf Zerlegeprozessen, Rüstzeiten und Arbeitsvorbereitung. Ein vollständiges OEE-Kennzahlensystem lohnt sich in dieser Größe nicht.
Was passiert nach dem Bericht?
Die Umsetzung gehört zum Projekt. Bei unseren Industriekunden haben wir die Maßnahmen zusammen mit den Führungskräften Schritt für Schritt in die Abläufe gebracht, statt einen Bericht zu übergeben.
Nächster Schritt
Wo vermuten Sie den Verlust?
Schildern Sie uns, wo es hakt. Sie erfahren, ob eine Prozessanalyse das richtige Instrument ist und was sie in Ihrem Betrieb umfassen würde.
- Eine Einschätzung, ob sich eine Aufnahme bei Ihrer Betriebsgröße lohnt
- Klarheit, welche Bereiche zuerst gemessen werden sollten
- Eine Aussage dazu, ob und wie hoch Ihre Beratung förderfähig ist
Lieber gleich am Telefon durchsprechen?
02595 / 38 36 76